Age of Conan: Unchained
Das Erste, das uns bei dem neuen Age of Conan sehr überrascht ist gleich einmal der Downloader. Und das nicht, weil er etwa schnell und ressourcenschonend ist, sondern er hat andere innovative Optionen. Ihr kennt das sicher: Ihr entdeckt ein neues MMORPG, es ist gratis und lädt euch ein, es mal herunterzuladen. Kurzerhand wird der Download gestartet und je nach Server und Internetleitung haben wir den Client zwei bis acht Stunden später mal auf unserem Rechner. Installieren, patchen und noch zwei Stunden sind vorbei. Solltet ihr also etwas ungeduldig sein, ist das hier nicht unbedingt euer Ding.
Simpel, aber trotzdem praktisch
Age of Conan bietet uns nun aber eine doch recht interessante Option, in der wir bestimmen, welche Teile des Clients heruntergeladen werden sollen. Ihr habt einen Low End PC, werdet also nicht mit den hochauflösenden Texturen spielen? Kein Problem, dann werden sie nicht heruntergeladen. Eigentlich wollt ihr das Spiel nur ausprobieren, wisst nicht, ob ihr den ganzen Client braucht? Auch dafür gibt es Möglichkeit, indem ihr dem Download Manager sagt, ihr wollt nur das Intro und vielleicht den Contentbereich der Level 1-20. So könnt ihr statt knappen 30 GB die Datenmenge schon mal auf schwache 2 GB reduzieren, was den Download beschleunigt und euch die Möglichkeit bietet, das Spiel schneller anzutesten. Zugegeben, das ist nun nicht unbedingt extrem innovativ, aber doch eine sehr nützliche Funktion, die man in den meisten anderen MMOs schwer vermisst. Wenigstens geht es uns ab und an so. Abgesehen von dem neuen Download Manager bietet Age of Conan: Unchained jedoch kaum neuen Spielinhalt oder besondere Features, die wir nicht schon kennen. Es gibt wie immer die Möglichkeit weiterhin monatlich einen gewissen Betrag zu bezahlen und so gut wie keinen Unterschied zu dem alten System zu bemerken oder wir nutzen den berühmt berüchtigten Itemshop. Anders als bei zum Beispiel bei Der Herr der Ringe Online, ist es bei Age of Conan jedoch möglich, das ganze Basisspiel mit allen Quests und den meisten der Instanzen zu genießen. Es ist also nicht so, dass ihr nach dem Verlassen von Tortage, dem Startgebiet, keine Quests mehr habt und ihr dafür zahlen müsst. Dafür gibt es aber auch keine Möglichkeit Shop-Punkte in-Game zu verdienen, wenn ihr also was wollt, dann müsst ihr echtes Geld ausgeben.
Wie „gratis“ ist das Spiel wirklich?
Nun, wie immer ist für den reinen F2P Spieler die Auswahl an Rassen und Klassen sehr begrenzt. Es steht von jedem Archetypen eine Charakterklasse zur Verfügung. So haben wir den Wächter als Tank, einen Priester Mitras als Heiler, einen Barbaren als Melee dps und den Dämonologen als Ranged DPS/Pet Klasse. Der Assassine, Totenbeschwörer und wie sie alle heißen, müssen erst mit Geld freigeschaltet werden. Wenn sie aber einmal erworben wurden, stehen sie aber für immer mit dem Account zur Verfügung. Abgesehen von den Klassen und Rassen muss auch der Inhalt der Erweiterungspacks, Rise of the Godslayer, im Moment erworben werden, doch darum müssen wir uns erst kümmern, wenn wir mit Aquilonia, Cimmeria, und Stygia fertig sind und das dauert doch ein wenig. Instanzenpässe gibt es ebenfalls für einige der Verliese und sie kommen auch in verschiedenen Ausführungen. Angefangen bei einmal Pässen, über Zeitbegrenzungen bis hin zu permanenten Zugängen. Dasselbe gilt übrigens auch für Raids und Belagerungen. Neben den Pässen gibt es dann natürlich noch die Möglichkeit sich Ausrüstung zu kaufen, die zum Teil ganz nett ist, aber von Raidequip immer noch übertroffen wird. Mehr Bankfächer, größere Beutel, mehr XP und dergleichen gibt es natürlich ebenfalls zu erwerben, aber das kennen wir ja schon aus anderen Spielen. Wenn man übrigens AAs (Alternative Advancement Points) noch zusätzlich haben möchte, muss man auch diese extra erwerben, während zahlende Konsumenten diese mit der Zeit erarbeiten. Somit wird man als völliger Gratisspieler meist den zahlenden Spielern unterlegen sein, aber das ist ja irgendwie auch Sinn und Zweck der Sache, nicht?




